Elektrischer Schlag

Aus Planungskompendium Energieverteilung

Wechseln zu: Navigation , Suche
Achtung! Dieses Kapitel wird gerade überabeitet, so dass Sie auf vorübergehende Unstimmigkeiten oder nicht funktionierende Verlinkungen stoßen können. Wir bemühen uns, die Arbeiten so schnell als möglich durchzuführen und die Auswirkungen für den Nutzer so gering als möglich zu halten. Wir danken für Ihr Verständnis!

Allgemeine Planungsgrundlagen – Bestimmungen – Installierte Leistung
Anschluss an das Hochspannungs-Versorgungsnetz des Netzbetreibers
Anschluss an das NS-Verteilnetz des Netzbetreibers
Auswahlhilfe HS- und NS-Verteilnetzarchitektur
Verteilsysteme in NS-Verteilnetzen
Schutz gegen elektrischen Schlag
Schutz von Stromkreisen
Schaltgeräte
Schutz bei Überspannungen und Stoßüberspannungen
Energieeffizienz in elektrischen Verteilnetzen
Blindleistungskompensation und Filterung von Oberschwingungen
Oberschwingungserfassung und - filterung
Stromversorgungen und Verbraucher besonderer Art
Solaranlagen
Wohngebäude und ähnliche Einsatzbereiche sowie besondere Orte und Bereiche
EMV-Richtlinien
Messung


Fließt ein Berührungsstrom von über 30 mA durch den menschlichen Körper, stellt dies eine ernste Gefahr für den Menschen dar, wenn der Strom nicht in kürzester Zeit unterbrochen wird. Der Schutz von Personen gegen elektrischen Schlag in NS-Anlagen muss nach den entsprechenden nationalen Normen, gesetzlichen Vorschriften, Unfallverhütungsvorschriften usw. gewährleistet sein.

Entsprechende IEC-Normen/VDE-Bestimmungen sind u.a.:

  • IEC 60364 (VDE 0100),
  • IEC 60479 (VDE V 0140-479),
  • IEC 61008 (VDE 0664-10),
  • IEC 61009 (VDE 0664-20) und
  • IEC 60947-2 (VDE 0660-101).

Ein elektrischer Schlag ist die physiologische Wirkung, hervorgerufen von einem elektrischem Strom durch den Körper eines Menschen oder Tieres.

Fließt ein Strom durch den menschlichen Körper, werden hauptsächlich die Muskel-, Kreislauf- und Atmungsfunktionen beeinträchtigt und es kann zu schweren Verbrennungen kommen. Die Gefahr für den Menschen hängt von der Stromstärke, den Körperteilen, durch die der Strom fließt und der Einwirkdauer ab.

Die Norm IEC 60479-1 (VDE V 0140-479-1) definiert vier Bereiche der Stromstärke in Bezug auf die Stromdurchflussdauer, für die jeweils die pathophysiologischen Auswirkungen beschrieben werden (siehe Abb. F1). Jede Person, die stromführende Teile berührt, ist dem Risiko eines elektrischen Schlages ausgesetzt.

Bereich AC 4.1 zeigt, dass das Fließen eines Stromes von über 30 mA durch den menschlichen Körper (z.B. von einer Hand zur anderen Hand) voraussichtlich zum Tod führt, wenn der Strom nicht in sehr kurzer Zeit unterbrochen wird.

Der Schnittpunkt 500 ms/100 mA nahe der Kennlinie C1 entspricht einer Herzkammerflimmern-Wahrscheinlichkeit von ca. 0,14 %.

Der Schutz von Personen gegen elektrischen Schlag in NS-Anlagen muss nach den entsprechenden nationalen Normen, gesetzlichen Vorschriften, Unfallverhütungsvorschriften usw. gewährleistet sein. Entsprechende IEC-Normen/VDE-Bestimmungen sind u.a.:

  • IEC 60364 (VDE 0100), IEC 60479 (VDE V 0140-479),
  • IEC 61008 (VDE 0664-10), IEC 61009 (VDE 0664-20) und
  • IEC 60947-2 (VDE 0660-101).

AC-1: Wahrnehmung möglich, aber im allgemeinen keine Schreckreaktion
AC-2: Wahrnehmung und unwillkürliche Muskelkontraktion, aber im Allgemeinen keine schädlichen physiologischen Effekte
AC-3: Starke unwillkürliche Muskelkontraktion. Schwierigkeiten beim Atmen, Reversible Störungen der Herzfunktion. Muskelverkrampfung kann auftreten. Im Allgemeinen ist kein organischer Schaden zu erwarten.
AC-4: Zunehmend mit Stromstärke und Einwirkdauer können gefährliche, pathophysiologische Effekte, wie z.B. Herzstillstand, Atemstillstand und Verbrennungen oder andere Zellschäden auftreten.
AC-4-1: Herzkammerflimmer-Wahrscheinlichkeit steigt auf etwa 5 %.
AC-4-2: Herzkammerflimmer-Wahrscheinlichkeit bis etwa 50 %.
AC-4-3: Herzkammerflimmer-Wahrscheinlichkeit über 50 %
Linie A: Wahrnehmbarkeitsschwelle
Linie B: Schwellwert für Muskelreaktionen
Kurve C1: Wahrscheinlichkeit von Herzkammerflimmern liegt bei 0 %.
Kurve C2: Wahrscheinlichkeit von Herzkammerflimmern bis etwa 5 %.
Oberhalb von
Kurve C3: Wahrscheinlichkeit von Herzkammerflimmern über 50 %.

Abb. F1Konventionelle Zeit-Stromstärke-Bereiche mit Wirkungen von Wechselströmen (15 Hz bis 100 Hz) auf Personen bei einem Stromfluss von der linken Hand zu den Füßen