Notwendigkeit eines Netzersatzaggregats

Aus Planungskompendium Energieverteilung

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Allgemeine Planungsgrundlagen – Bestimmungen – Installierte Leistung
Anschluss an das Hochspannungs-Versorgungsnetz des Netzbetreibers
Anschluss an das NS-Verteilnetz des Netzbetreibers
Auswahlhilfe HS- und NS-Verteilnetzarchitektur
Verteilsysteme in NS-Verteilnetzen
Schutz gegen elektrischen Schlag
Schutz von Stromkreisen
Schaltgeräte
Schutz bei Überspannungen und Stoßüberspannungen
Energieeffizienz in elektrischen Verteilnetzen
Blindleistungskompensation und Filterung von Oberschwingungen
Oberschwingungserfassung und - filterung
Stromversorgungen und Verbraucher besonderer Art
Solaranlagen
Wohngebäude und ähnliche Einsatzbereiche sowie besondere Orte und Bereiche
EMV-Richtlinien
Messung

(siehe Abb. D15)

Nachfolgend werden ausschließlich NS-Netzersatzaggregate betrachtet. Die durch ein Netzersatzaggregat bereit gestellte elektrische Energie wird durch einen von einem Verbrennungsmotor angetriebenen Wechselstromgenerator erzeugt.

Die Energieversorgung steht erst zur Verfügung, wenn der Generator seine Nenn­drehzahl erreicht hat. Diese Art der Ersatzstromerzeugung ist deshalb für eine unterbrechungs­freie Stromversorgung ungeeignet.

Abb. D15Anschluss eines Netzersatzaggregats

Je nach Leistung des Generators, die Gesamtheit oder nur Teile der Anlage mit elektrischer Energie zu versorgen, besteht Voll- oder Teilredundanz. Nicht benötigte Netzersatz­ag­gre­gate sind im Allgemeinen vom Netz getrennt, weshalb eine Netzumschaltung notwendig ist.

Der Generator kann im Dauerbetrieb laufen oder periodisch in Betrieb genommen werden. Seine Reservebetriebsdauer hängt im Wesentlichen nur von der verfügbaren Brennstoffmenge ab.

Bei der Realisierung eines NS-Netzersatzaggregat sind folgende Eigenschaften zu berücksichtigen:

Die Entscheidung über die Bereitstellung von Stromerzeugungsgeneratoren kann auch getroffen werden, um die Energierechnung bei möglicher Spitzenlastüberschreitung niedrig zu halten, oder weil die Möglichkeit einer Kraft-Wärme-Kopplung besteht. Diese beiden Aspekte finden allerdings im vorliegenden Leitfaden keine Berücksichtigung. Generell dürfen Netzersatzanlagen nicht für die Spitzenlastreduzierung verwendet werden.

Die Verfügbarkeit eines Netzersatzaggregats ist unabdingbar, wenn über eine un­­be­­stimmte Zeitdauer ein Um- oder Abschalten der Verbraucher nicht möglich ist (= lange Be­triebsunterbrechung nicht hinnehmbar) oder wenn die Verfügbarkeit des HS-Verteilnetzes gering ist.

Für die Ermittlung der benötigten Anzahl von Netzersatzaggregaten gelten ähnliche Kriterien wie für die Ermittlung der Anzahl von Trafos. Ebenfalls zu berück­sichtigen sind wirtschaftliche Überlegungen und Verfügbarkeitsgesichtspunkte (Redundanz, Anlaufzuverlässigkeit, Einfachheit der Wartung).