Errichtung des IT-Systems

Aus Planungskompendium Energieverteilung

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Allgemeine Planungsgrundlagen – Bestimmungen – Installierte Leistung
Anschluss an das Hochspannungs-Versorgungsnetz des Netzbetreibers
Anschluss an das NS-Verteilnetz des Netzbetreibers
Auswahlhilfe HS- und NS-Verteilnetzarchitektur
Verteilsysteme in NS-Verteilnetzen
Schutz gegen elektrischen Schlag
Schutz von Stromkreisen
Schaltgeräte
Schutz bei Überspannungen und Stoßüberspannungen
Energieeffizienz in elektrischen Verteilnetzen
Blindleistungskompensation und Filterung von Oberschwingungen
Oberschwingungserfassung und - filterung
Stromversorgungen und Verbraucher besonderer Art
Solaranlagen
Wohngebäude und ähnliche Einsatzbereiche sowie besondere Orte und Bereiche
EMV-Richtlinien
Messung

Die wichtigste Eigenschaft von IT-Systemen ist die unterbrechungsfreie Betriebskontinuität der Anlage bei Auftreten eines Fehlers gegen Erde. Solch ein Fehler wird als „erster Fehler” bezeichnet.

In diesem Netzsystem sind alle berührbaren leitfähigen Anlagenteile über PE-Leiter mit einem Erdungsanschluss der Anlage verbunden. Der Sternpunkt des Versorgungstransformators ist:

  • entweder nicht mit Erde verbunden
  • oder über einen hohen Widerstand (häufig 1000 Ω oder mehr) mit Erde verbunden.

Das heißt, dass sich der durch einen Fehler gegen Erde entstehende Strom im Milliampere-Bereich bewegt, der am Fehlerort keinen großen Schaden verursacht. Er führt weder zu gefährlichen Berührungsspannungen, noch erhöht er das Brandrisiko. Daher ist der Normalbetrieb des Systems zulässig, bis die Isolation des fehlerhaften Abschnitts einen Wert erreicht, der Korrekturmaßnahmen ratsam erscheinen lässt. Dadurch wird die Betriebskontinuität erhöht.

In der Praxis erfordert die Erdung des Systems für dessen zufriedenstellende Nutzung bestimmte Optionen:

  • Ein Gerät zur Überwachung der Isolation gegen Erde, mit Signalisierung (akustisch und visuell) bei Auftreten des ersten Fehlers.
  • Ein Gerät zur Begrenzung der Spannung gegen Erde, die den Sternpunkt des Versorgungstransformators erreichen kann.
  • Eine Routine zur Ortung des „ersten Fehlers”, die durch das Wartungspersonal durchgeführt wird. Die Fehlerortung wird durch die aktuell erhältlichen automatischen Geräte sehr vereinfacht.
  • Wenn der erste Fehler weiterhin ansteht, müssen die entsprechenden Leistungsschalter automatisch und sehr schnell auslösen, wenn ein „zweiter Fehler” auftritt. Der zweite Fehler ist (definitionsgemäß) ein Fehler gegen Erde, der sich auf einen anderen aktiven Leiter auswirkt, als der erste Fehler (Außenleiter oder Neutralleiter)[1].

Der zweite Fehler hat einen Kurzschluss durch die Erde und/oder durch die PE-Verbindungsleiter zur Folge.

Anmerkung

  1. ^ In Systemen mit verteiltem Neutralleiter, s. Abb. F60.