Aufstellungsorte

Aus Planungskompendium Energieverteilung

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Allgemeine Planungsgrundlagen – Bestimmungen – Installierte Leistung
Anschluss an das Hochspannungs-Versorgungsnetz des Netzbetreibers
Anschluss an das NS-Verteilnetz des Netzbetreibers
Auswahlhilfe HS- und NS-Verteilnetzarchitektur
Verteilsysteme in NS-Verteilnetzen
Schutz gegen elektrischen Schlag
Schutz von Stromkreisen
Schaltgeräte
Schutz bei Überspannungen und Stoßüberspannungen
Energieeffizienz in elektrischen Verteilnetzen
Blindleistungskompensation und Filterung von Oberschwingungen
Oberschwingungserfassung und - filterung
Stromversorgungen und Verbraucher besonderer Art
Solaranlagen
Wohngebäude und ähnliche Einsatzbereiche sowie besondere Orte und Bereiche
EMV-Richtlinien
Messung

Inhaltsverzeichnis


Aufstellungsort der hauptsächlichen HS- und NS-Betriebsmittel auf dem Gelände oder im Gebäude. Der Aufstellungsort wird aus den Ergebnissen der Stufe 1 gewählt.

Auswahlhilfen:

  • Energieversorgungsquellen so nahe wie möglich an die Verbraucherschwerpunkte, siehe hierzu die Barycenter Methode beschrieben im Abschnitt Energieeffizienz
  • Reduzierung von Umgebungseinflüssen: zweckgebundener Neubau, wenn die Auf­stellung im Werkstattbereich nicht möglich ist (Temperatur, Schwingungen, Staub, usw.),
  • Aufstellung schwerer Betriebsmittel (Transformatoren, Generatoren, usw.) in der Nähe von Wänden oder den Hauptausgängen zur Vereinfachung von Wartung und Montage.

Ein Beispiel für die Wahl der Aufstellungsorte ist nachfolgend abgebildet (Abb. D11).

Abb. D11Der Lastschwerpunkt der elektrischen Verbraucher bestimmt die Platzierung der Energieversorgungsquellen

Zentrale oder dezentrale Anordnung

Bei der zentralen Anordnung sind die elektrischen Verbraucher sternförmig an die Energieversorgungsquellen angeschlossen. Die zentrale Anordnung kann per Verkabelung über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen der NSHV und den elektrischen Verbrauchern oder zu den Unterverteilungen (radiale Verteilung, Sternverteilung) realisiert werden (Abb. D12):

Abb. D12Beispiel einer zentralen Anordnung mit Punkt-zu-Punkt-Verbindungen

Bei der dezentralen Anordnung sind die elektrischen Verbraucher über Schienenverteilersysteme mit den Energieversorgungsquellen verbunden. Schienenverteilersysteme eignen sich hervorragend zur Versorgung von weiträumig verteilten Verbrauchern in einer dezentralen Anordnung. Verbraucher können räumlich einfach verändert und wieder angeschlossen werden, zusätzliche Verbraucher und Stromkreise können jederzeit durch zusätzliche Abgangskästen angeschlossen werden. (siehe Abb. D13):

Abb. D13Beispiel einer dezentralen Anordnung mit Verbindungen über Schienenverteilersysteme

Faktoren, die für die zentrale Anordnung sprechen (siehe Übersichtstabelle Abb. D14):

  • Flexibilität der Anlage: nein,
  • Lastverteilung: örtlich konzentrierte Verbraucher (mit hoher Leistungsaufnahme der Einzelgeräte).

Faktoren, die für die dezentrale Anordnung sprechen:

  • Flexibilität der Anlage: Installationsflexibilität (Verändern von Arbeitsplätzen, usw.),
  • Lastverteilung: gleichförmige Verteilung von Verbrauchern mit hoher Leistungsaufnahme der Einzelgeräte
Lastverteilung
Flexibilität Örtlich konzen­trierte Verbraucher Mittlere Verteilung Gleichförmige Verteilung
Keine Flexibilität zentral dezentral
Planungsflexibilität
Installationsflexi­bi­lität zentral dezentral
Betriebsflexibilität

Abb. D14Empfehlungen zur zentralen oder dezentralen Anordnung

Die Energieversorgung über Kabel ermöglicht eine größere Unabhängigkeit der Stromkreise (Beleuchtung, Steckdosen, Belüftung und Klimatisierung, Motoren, Hilf- und Sicherheitseinrichtungen, usw.) und begrenzt somit die Folgen eines Fehlers unter dem Gesichtspunkt der Versorgungssicherheit.

Durch den Einsatz von Schienenverteilersystemen können Verbraucherstromkreise zusammengefasst werden und durch Ausnutzung eines Cluster-Koeffizienten elektrisches Leitermaterial eingespart werden. Die durch den Cluster-Koeffizienten bestimmte Wahl zwischen Kabel und Schienenverteiler ermöglicht es, das wirtschaftliche Optimum aus Investitions-, Errichtungs- und Betriebskosten zu bestimmen. Beide Verteiltechniken werden häufig kombiniert.