Anordnung von Schutzeinrichtungen

Aus Planungskompendium Energieverteilung

Wechseln zu: Navigation , Suche
Achtung! Dieses Kapitel wird gerade überabeitet, so dass Sie auf vorübergehende Unstimmigkeiten oder nicht funktionierende Verlinkungen stoßen können. Wir bemühen uns, die Arbeiten so schnell als möglich durchzuführen und die Auswirkungen für den Nutzer so gering als möglich zu halten. Wir danken für Ihr Verständnis!

Allgemeine Planungsgrundlagen – Bestimmungen – Installierte Leistung
Anschluss an das Hochspannungs-Versorgungsnetz des Netzbetreibers
Anschluss an das NS-Verteilnetz des Netzbetreibers
Auswahlhilfe HS- und NS-Verteilnetzarchitektur
Verteilsysteme in NS-Verteilnetzen
Schutz gegen elektrischen Schlag
Schutz von Stromkreisen
Schaltgeräte
Schutz bei Überspannungen und Stoßüberspannungen
Energieeffizienz in elektrischen Verteilnetzen
Blindleistungskompensation und Filterung von Oberschwingungen
Oberschwingungserfassung und - filterung
Stromversorgungen und Verbraucher besonderer Art
Solaranlagen
Wohngebäude und ähnliche Einsatzbereiche sowie besondere Orte und Bereiche
EMV-Richtlinien
Messung

Im Allgemeinen ist an der Einspeisung jedes Stromkreises eine Schutzeinrichtung erforderlich.

Allgemeine Regel

(siehe Abb. G7a)

Eine Schutzeinrichtung ist überall dort erforderlich, wo eine Reduzierung des maximal zulässigen Stromwertes auftritt.

Mögliche alternative Einsatzorte unter bestimmten Bedingungen

(siehe Abb. G7b)

Die Schutzeinrichtung kann/darf im Zuge der zu schützenden Leitung (AB) vorgesehen werden,

  • wenn sich AB nicht in der Nähe von brennbaren Werkstoffen befindet und
  • wenn AB keine Steckvorrichtungen oder Abzweigunge enthält.

In der Praxis gibt es drei zulässige Fälle:

  • Fall (1) siehe Abb. G7b:
    • Länge von AB ≤ 3 m und
    • AB wurde für die Minimierung des Kurzschlussrisikos ausgelegt (z.B. Leitungen in Stahlrohren).
  • Fall (2) siehe Abb. G7b:
  • Fall (3) siehe Abb. G7b:
    • Die Überlastschutzeinrichtung (S) befindet sich in der Zuleitung, nahe beim Verbraucher. Diese Anordnung ist für Motorstromkreise geeignet. Die Überlastschutzeinrichtung (S) gewährleistet die Steuerung (Start/Stop) und den Überlastschutz des Motors, während die Kurzschlussschutzeinrichtung (SC) entweder ein Leistungsschalter (für den Motorschutz) oder eine aM-Sicherung ist.
    • Die Kurzschlussschutzeinrichtung (SC) befindet sich an der Stromkreiseinspeisung und entspricht den Grundsätzen in Abschnitt Berechnung der Mindestkurzschlussstromwerte.

Abb. G7Einsatzort von Schutzeinrichtungen

Ungeschützte Stromkreise

(siehe Abb. G7c)

Erster Fall:

  • Die Schutzeinrichtung P1 ist für den Überlast- und Kurzschlussschutz der Leitungen S1 und S2 bestimmt.

Zweiter Fall:

  • Schutzeinrichtungen zum Schutz bei Überlast sollten nicht eingebaut werden, wenn die Unterbrechung eines Stromkreises ein Risiko darstellt, z.B. in
    • Erregerstromkreisen von umlaufenden Maschinen,
    • Speisestromkreisen von Hubmagneten,
    • den Sekundärstromkreisen von Stromwandlern,
    • Stromkreisen, die der Sicherheit dienen, z.B. von Feuerlöscheinrichtungen.

In diesen Fällen sollte eine Überlastmeldeeinrichtung vorgesehen werden.